Veröffentlichung BayMBl. 2026 Nr. 75 vom 25.02.2026

Veröffentlichendes Ressort

Staatsministerium der Justiz

Download

Hash-Prüfsumme der PDF-Datei BayMBl(sha256): 5F22C4129A26B5EDA57CBC45E0E7769720DB880AE815DF0F70C35E0E82ED20F3

Stellenausschreibung

Stellenausschreibungen
im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz

Stellenausschreibungen

I.

Es wird Gesuchen von Bewerberinnen und Bewerbern (m/w/d) um folgende Stellen entgegengesehen, die mit Ausnahme der Nr. 3 auch durch Teilzeitkräfte besetzt werden können:

  1. 1. Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht
    (Besoldungsgruppe R 3)

in Nürnberg

  1. 2. Vizepräsident des Landgerichts
    (Besoldungsgruppe R 2 mit Amtszulage)

in Schweinfurt

  1. 3. Direktor des Amtsgerichts
    (Besoldungsgruppe R 2 mit Amtszulage)

in Deggendorf und Forchheim

  1. 4. Vorsitzender Richter am Landgericht
    (Besoldungsgruppe R 2)

in Aschaffenburg

  1. 5. Richter am Amtsgericht als ständiger Vertreter des Direktors
    (Besoldungsgruppe R 2)

in Hersbruck

  1. 6. Richter am Amtsgericht als weiterer aufsichtführender Richter
    (Besoldungsgruppe R 2)

in Kaufbeuren und Nürnberg

Frauen sind besonders aufgefordert, sich zu bewerben (Art. 7 Abs. 3 Bayerisches Gleichstellungsgesetz).

Die ausgeschriebenen Stellen sind für die Besetzung mit schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern geeignet; diese werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt.

Hinsichtlich des Anforderungsprofils dieser Stellen wird auf die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz vom 30. September 2003 (JMBl. S. 199), zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 7. Dezember 2021 (BayMBl. 2021 Nr. 937 vom 22. Dezember 2021), Bezug genommen.

Für alle richterlichen und staatsanwaltlichen Beförderungsämter in der bayerischen Justiz wird die Bereitschaft erwartet, das Amt längerfristig auszuüben, wobei ein Zeitraum von mindestens zwei Jahren die absolute Untergrenze des Erwarteten bildet.

Für die Stellen unter Nrn. 1 bis 3 werden Bewerberinnen und Bewerber, für die die Übertragung der Stelle nicht mit einer Beförderung verbunden wäre (Versetzungsbewerberinnen bzw. Versetzungsbewerber), nur berücksichtigt, wenn sie zu dem folgenden Stichtag ihr aktuelles Statusamt bei dem jeweiligen Gericht oder der jeweiligen Behörde für mindestens zwei Jahre innehatten, soweit zwingende dienstliche Gründe nichts anderes gebieten:

  • 1. Mai 2026 (Nr. 2)
  • 1. Juni 2026 (Nr. 3 – Stelle Forchheim)
  • 1. August 2026 (Nrn. 1 und 3 – Stelle Deggendorf)

Es wird darauf hingewiesen, dass diese Ausschreibung hinsichtlich der Stellen unter Nrn. 1 bis 3 auch für gleichartige Stellen gilt, die bis zu dem jeweiligen Stichtag bei demselben Gericht oder derselben Staatsanwaltschaft frei werden. Für später frei werdende gleichartige Stellen bei demselben Gericht oder derselben Staatsanwaltschaft wird eine neue Ausschreibung vorgenommen.

Hinsichtlich der Stellen unter Nrn. 4 bis 6 gilt diese Ausschreibung auch für gleichartige Stellen, die innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf der Bewerbungsfrist bei demselben Gericht oder derselben Staatsanwaltschaft frei werden, falls keine neue Ausschreibung vorgenommen wird (Abschnitt III Nr. 1.2 der Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz über Personalangelegenheiten vom 10. November 2006 (JMBl. S. 183) in der Fassung vom 21. September 2023 (BayMBl. Nr. 517 vom 25. Oktober 2023)).

Bewerbungsfrist: 16. März 2026.

Bewerbungen, die nach Ablauf der Bewerbungsfrist eingereicht werden, können grundsätzlich nicht mehr berücksichtigt werden.

II.

Es wird Gesuchen von Bewerberinnen und Bewerbern (m/w/d) um folgende Stellen entgegengesehen:

  1. 1. Ständiger Vertreter des Geschäftsleiters bei der Staatsanwaltschaft Landshut in BesGr. A 11 mit Entwicklungsmöglichkeit nach BesGr. A 13. Der Dienstposten gehört zum Aufgabenbereich der Beamten mit bestandener Rechtspflegerprüfung.
  2. 2. Leiter der Stabsstelle IT-Sicherheitsmanagement des IT-Servicezentrums der bayerischen Justiz bei dem Oberlandesgericht Nürnberg in BesGr. A 11 mit Entwicklungsmöglichkeit nach BesGr. A 13. Zur Geschäftsaufgabe gehört die Leitung der Stabsstelle IT-Sicherheitsmanagement, die Planung, Durchführung und Überwachung von Sicherheitsmaßnahmen für den Bereich der bayerischen Justiz in enger Abstimmung mit dem Ressort-CERT, die Mitarbeit in länder- bzw. ressortübergreifenden Arbeitsgruppen sowie die Unterstützung der für den Datenschutz zuständigen Stellen. Vorausgesetzt werden ein gutes Verständnis der fachlichen Anforderungen der Justiz an die Informationssicherheit einschließlich der maßgeblichen Rechtsvorschriften, langjährig vertiefte Kenntnisse der IT-Infrastruktur der bayerischen Justiz, die Bereitschaft zur Weiterbildung zum Informationssicherheitsbeauftragten sowie die Bereitschaft zur Reisetätigkeit. Der Dienstposten gehört zum Aufgabenbereich der Beamten mit bestandener Rechtspflegerprüfung.
  3. 3. Leiter des Sachgebiets IT E.3 – Programme für Justizverwaltung und Gerichtsorganisation – des IT-Servicezentrums der bayerischen Justiz bei dem Oberlandesgericht Nürnberg in BesGr. A 11 mit Entwicklungsmöglichkeit nach BesGr. A 13. Vorausgesetzt werden sehr gute Kenntnisse in Verwaltungsangelegenheiten sowie hinsichtlich des Aufbaus und der Organisation der Justizbehörden. Erwartet werden gute Kenntnisse in den zahlreichen und vielfältigen, im Justizverwaltungsbereich eingesetzten Programmen sowie von ITIL-Prozessen. Ebenso werden Erfahrung in der Planung, Durchführung und Leitung von IT-Projekten, in der Anwenderbetreuung, ein ausgeprägtes dienstleistungsorientiertes Arbeiten, sehr gute Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten sowie die Bereitschaft zur Reisetätigkeit erwartet. Der Dienstposten ist auch für Beamte geeignet, die sich modular für Ämter ab der BesGr. A 10 qualifiziert haben.
  4. 4. Leiter des Sachgebiets IT D.4 – Vollstreckungs- und Insolvenzgerichte – des IT-Servicezentrums der bayerischen Justiz bei dem Oberlandesgericht Nürnberg in BesGr. A 11 mit Entwicklungsmöglichkeit nach BesGr. A 13. Vorausgesetzt werden sehr gute Kenntnisse in einem der forumSTAR-Fachaufsätze VSIMM (Immobiliarvollstreckung), VSMOB (Mobiliarvollstreckung), ZENVG (Zentrales Vollstreckungsgericht) oder VSINS (Insolvenz). Erwartet werden auch praktische Erfahrungen in einem der Rechtsgebiete Immobiliar-/Mobiliarvollstreckung oder Insolvenzrecht, des Weiteren praktische Erfahrungen in der länderübergreifenden Zusammenarbeit sowie sehr gute Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten. Die Bereitschaft zur Reisetätigkeit wird erwartet. Der Dienstposten ist auch für Beamte geeignet, die sich modular für Ämter ab der BesGr. A 10 qualifiziert haben.
  5. 5. Leitender Bewährungshelfer bei dem Landgericht Kempten (Allgäu) in BesGr. A 10 mit Entwicklungsmöglichkeit nach BesGr. A 13. Der Dienstposten gehört zum Aufgabenbereich der Beamten des Bewährungshilfedienstes.
  6. 6. Leiter der Justizwachtmeisterei bei dem Amtsgericht Viechtach in BesGr. A 6 mit Amtszulage mit Entwicklungsmöglichkeit nach BesGr. A 7. Der Dienstposten gehört zum Aufgabenbereich der Beamten des Justizwachtmeisterdienstes, die sich für Ämter ab der BesGr. A 7 qualifiziert haben. Zur Bewerbung aufgefordert sind Justizwachtmeister, die sich für Ämter ab der BesGr. A 7 qualifiziert haben, sowie Justizwachtmeister ab der BesGr. A 6, bei denen die Bereitschaft zur modularen Qualifizierung für Ämter ab der BesGr. A 7 besteht.

Frauen sind besonders aufgefordert, sich zu bewerben (Art. 7 Abs. 3 Bayerisches Gleichstellungsgesetz). Die ausgeschriebenen Stellen sind für die Besetzung mit schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern geeignet; diese werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt.

Hinsichtlich des Anforderungsprofils der unter Nrn. 1 und 2 ausgeschriebenen Stellen wird auf die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz vom 22. Juli 2014 (JMBl. S. 130) Bezug genommen. Hinsichtlich des Anforderungsprofils der unter Nr. 5 ausgeschriebenen Stelle wird auf die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz vom 16. Februar 2017 (JMBl. S. 18), zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 4. März 2020 (BayMBl. Nr. 137), Bezug genommen. Hinsichtlich des Anforderungsprofils der unter Nr. 6 ausgeschriebenen Stelle wird auf die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz vom 30. Januar 2015 (JMBl. S. 10) Bezug genommen.

Die ausgeschriebenen Stellen können auch durch eine Teilzeitkraft besetzt werden.

Bewerbungsfrist: 16. März 2026.

III.

Es wird Gesuchen von Bewerberinnen und Bewerbern (m/w/d) um folgende Notarstellen entgegengesehen:

Freiwerdende Notarstellen:

Fürstenfeldbruck    
frei ab 1. Juli 2026
(derzeitiger Inhaber:
Notar Dr. Nikolaus Buchta
evtl. in gemeinsamer Berufsausübung mit
Notar Dr. Martin Jung)
Miesbach
frei ab 1. Juli 2026
(derzeitige Inhaberin:
Notarin Sandra Reuter
evtl. in gemeinsamer Berufsausübung mit
Notar Philipp Hruschka)

Notarassessorinnen und Notarassessoren können sich um alle ausgeschriebenen Notarstellen bewerben. Es wird Bewerbungen von Notarassessorinnen und Notarassessoren entgegengesehen, die zum

  • 1. Juli 2026

eine dreijährige Mindestanwärterzeit vollendet haben. Die genannten Stichtage gelten für Notarinnen und Notare entsprechend hinsichtlich der Mindestverweildauer am bisherigen Amtssitz. Die Stichtage werden auch für die Berechnung der Dauer des notariellen Anwärterdienstes oder der notariellen Tätigkeit herangezogen.

Die Bewerberinnen und Bewerber um die Notarstellen haben jeweils anzugeben, ob sie bereit sind, eine Verbindung zur gemeinsamen Berufsausübung einzugehen, ob ihre Bewerbung nur für den Fall gilt, dass eine Verbindung zur gemeinsamen Berufsausübung zustande kommt, oder ob die Bewerbung auch dann gelten soll, wenn eine Verbindung zur gemeinsamen Berufsausübung nicht vereinbart wird.

Wird eine Bewerbung nur für den Fall abgegeben, dass eine gemeinsame Berufsausübung zustande kommt, gilt sie auch dann, wenn der jeweilige verbleibende Notar gemäß Abschnitt V Nr. 4 Buchst. b der Richtlinien für die Amtspflichten und sonstigen Pflichten der Mitglieder der Landesnotarkammer Bayern nach § 67 Abs. 2 BNotO die Übergabe der vollwertigen Notarstelle des ausgeschiedenen Notars bzw. der ausgeschiedenen Notarin anbietet.

Die Bewerberinnen und Bewerber werden darauf hingewiesen, dass sich Änderungen im Umfang des Amtsbereichs ergeben können, sofern eine Anpassung der Amtsbereichsgrenzen an geänderte Verwaltungsbezirksgrenzen notwendig ist.

Bewerbungsfrist: 24. März 2026

Das Bewerbungsgesuch ist bei der Landesnotarkammer Bayern einzureichen.