Fundstelle GVBl. 2026 S. 591

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Verordnung

300-3-1-J
  • Rechtspflege
  • Gerichtsverfassung, Gerichtsorganisation, Justizverwaltung und Berufsrecht der Rechtspflege
  • Gerichtsverfassung, Gerichtsorganisation, Justizverwaltung
  • Verordnungen über die Zuständigkeit der Gerichte in bestimmten Angelegenheiten

300-3-1-J

Verordnung zur Änderung der Gerichtlichen Zuständigkeitsverordnung Justiz

vom 31. August 2026

Auf Grund

  • des § 122 Abs. 3 Satz 1 des Markengesetzes (MarkenG) vom 25. Oktober 1994 (BGBl. I S. 3082; 1995 I S. 156; 1996 I S. 682), das zuletzt durch Art. 14 des Gesetzes vom 20. Mai 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 152) geändert worden ist, sowie § 38 des Agrargeoschutz-Durchführungsgesetzes (AgrarGeoSchDG) vom 11. Januar 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 9) in Verbindung mit § 140 Abs. 2 Satz 1 des Markengesetzes (MarkenG) vom 25. Oktober 1994 (BGBl. I S. 3082; 1995 I S. 156; 1996 I S. 682), das zuletzt durch Art. 14 des Gesetzes vom 20. Mai 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 152) geändert worden ist, jeweils in Verbindung mit § 3 Nr. 27 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. Januar­­ 2014 (GVBl. S. 22, BayRS 103-2-V), die zuletzt durch § 3 der Verordnung vom 12. Mai 2026 (GVBl. S. 282) geändert worden ist,
  • des § 1 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 310-14, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Art. 5 des Gesetzes vom 20. Mai 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 152) geändert worden ist, in Verbindung mit § 3 Nr. 50 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. Januar 2014 (GVBl. S. 22, BayRS 103-2-V), die zuletzt durch § 3 der Verordnung vom 12. Mai 2026 (GVBl. S. 282) geändert worden ist,
  • des Art. 2 Abs. 4 des Bayerischen Hinterlegungsgesetzes (BayHintG) vom 23. November 2010 (GVBl. S. 738, BayRS 300-15-1-J), das zuletzt durch § 9 des Gesetzes vom 23. Dezember 2022 (GVBl. S. 718) geändert worden ist, und
  • des § 13a Abs. 1 Satz 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl. I S. 1077), das zuletzt durch Art. 5 des Gesetzes vom 2. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 198) geändert worden ist, in Verbindung mit § 3 Nr. 15 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. Januar 2014 (GVBl. S. 22, BayRS 103-2-V), die zuletzt durch § 3 der Verordnung vom 12. Mai 2026 (GVBl. S. 282) geändert worden ist,

verordnet das Bayerische Staatsministerium der Justiz:

§ 1

Die Gerichtliche Zuständigkeitsverordnung Justiz (GZVJu) vom 11. Juni 2012 (GVBl. S. 295, BayRS 300-3-1-J), die zuletzt durch Verordnung vom 23. März 2026 (GVBl. S. 174) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:

1.§ 43 wird wie folgt geändert:

a)In der Überschrift wird die Angabe „Gemeinschaftsmarken-“ durch die Angabe „Unionsmarken-“ ersetzt.

b)Der Satzteil vor Nr. 1 wird wie folgt gefasst:

„Als Gerichte für Unionsmarkenstreitsachen gemäß § 122 Abs. 1 des Markengesetzes (MarkenG) und für Kennzeichenstreitsachen gemäß § 140 Abs. 1 MarkenG, auch in Verbindung mit § 38 des Agrar­geoschutz-Durchführungsgesetzes (AgrarGeoSchDG), werden bestimmt“.

2.§ 52 Abs. 3 wird wie folgt geändert:

a)Im Satzteil vor Nr. 1 wird die Angabe „sind“ durch die Angabe „ist“ ersetzt.

b)Nr. 1 wird aufgehoben.

c)In Nr. 2 wird die Angabe „2.“ gestrichen.

3.§ 53 wird wie folgt geändert:

a)Die Überschrift wird wie folgt gefasst:

„§ 53

Hinterlegungssachen“.

b)Dem Wortlaut wird folgender Abs. 1 vorangestellt:

„(1) Als Hinterlegungsstellen werden bestimmt:

1.das Amtsgericht Augsburg für die Landgerichtsbezirke Augsburg, Ingolstadt, Kempten und Memmingen,

2.das Amtsgericht Bamberg für die Landgerichtsbezirke Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,

3.das Amtsgericht Landshut für die Landgerichtsbezirke Deggendorf, Landshut, Passau und Traunstein,

4.das Amtsgericht München für die Landgerichtsbezirke München I und München II,

5.das Amtsgericht Nürnberg für die Landgerichtsbezirke Ansbach und Nürnberg-Fürth,

6.das Amtsgericht Regensburg für die Landgerichtsbezirke Amberg, Regensburg und Weiden i.d.OPf.,

7.das Amtsgericht Würzburg für die Landgerichtsbezirke Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg.“

c)Der bisherige Wortlaut wird Abs. 2.

4.In § 54 Abs. 4 wird die Angabe „auch für weibliche Beschuldigte das in Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 3 Nr. 1“ durch die Angabe „für alle Beschuldigten das in Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 3 Nr. 1, in Ermangelung eines solchen das in Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 3 Nr. 2“ ersetzt.

5.Dem § 61 werden die folgenden Abs. 6 und 7 angefügt:

„(6) Für Verfahren nach § 52 Abs. 3, die am 30. September 2026 bei dem Amtsgericht Weißenburg i.Bay. anhängig waren, und ihre Folgeentscheidungen bleibt das Amtsgericht Weißenburg i.Bay. zuständig.

(7) 1Für Verfahren nach § 53 Abs. 1, die am 30. September 2026 bei einem Amtsgericht anhängig waren, und ihre Folgeentscheidungen bleibt das jeweilige Amtsgericht zuständig. 2Art. 4 Abs. 1 BayHintG bleibt unberührt.“

§ 2

Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft.

München, den 31. August 2026

Bayerisches Staatsministerium der Justiz

Georg Eisenreich, Staatsminister